Keramik-Spritzguss


Das wirtschaftlichste Verfahren zur Fertigung geometrisch komplexer Serienteile ist, auch bei Hochleistungskeramiken, das Spritzgießen. Die hohe mechanische, thermische und tribologische Belastbarkeit prädestiniert diese Werkstoffgruppe vor allem für Miniatur- und Mikroteile, bei denen sich die Beanspruchung auf sehr kleine Flächen bzw. Volumina konzentriert. Wir haben uns auf die Herstellung kleinster und hoch komplexer Bauteile aus maßgeschneiderten Werkstoffen spezialisiert, fertigen aber auch größere mit Schussgewichten von bis zu 350 Gramm und Wandstärken von bis zu 6 Millimetern.

Unsere Fertigungsstrategie

Wie bei der Entwicklung von passgenauen Werkstoffformulierungen setzen wir auch beim Spritzgießen (Ceramic Injection Molding oder CIM-Verfahren) durchgängig auf definierte Rohstoffe und Additive. Zur Herstellung der Plastifizierfähigkeit haben wir ein eigenes Bindersystem kreiert, das wir auch wieder vollständig aus dem Bauteil entfernen können. Alle Schritte des im Vergleich zum Spritzgießen von Polymeren deutlich aufwendigeren Spritzgießprozesses führen wir im eigenen Haus aus.

Spezielles Know-how:

  • Hochpräzise Spritzggießteile (Toleranzen bis 30 Mikrometer) trotz der hohen Schwindungswerte (bis 50 Volumen-Prozent) beim abschließenden Sintern
  • Gezielte Beeinflussung der Pulveroberfläche
  • Mechanische Homogenisierung der eingesetzten Rohstoffe und Additive mittels Scherwalze
  • Definierte Einstellung der Viskosität
  • Entbindern auch von nanoskaligen Pulvern über einen zweistufigen Prozess